In Galizien ist eine Fülle an Freizeitaktivitäten im Freien geboten, wovon viele mit dem Jakobsweg zusammenhängen und andere wiederum nicht. Das Wandern, das Angeln und der Bootssport gehören zu den beliebtesten Aktivitäten der Besucher. In A Coruña, Cambre, Vilagarcía de Arousa, Vigo, Baiona und Rianxo kann man Segeln gehen. Außerdem kann auf den Flüßen Galiziens Kreuzfahrten mitmachen. Auf einigen Meerrouten, wie z. B. der „Rute Ría de Arousa“, kann man das tiefe Blau des Meeres genießen. In Cangas und Pontevedra kann man Kanufahren gehen und die Flüsse Miño, Lérez und Ulla eignen sich hervorragend fürs Kajakfahren und Rafting.
Galizische Feste bieten eine ganz besondere Atmosphäre und werden von der Musik der „Gaita“ (Dudelsack) begleitet. Die Sargprozession, die in A Póbra do Caramiñal gefeiert wird, ist ein Beispiel für die jahrtausendlange Erhaltung alter Traditionen. In jedem Sarg befindet sich ein verkleideter Büßer, der im vorhergehenden Jahr einer schweren Krankheit entronnen ist. Andere Festlichkeiten religiösen Charakters wecken ebenso das Interesse des Reisenden wie z.B. die vielbesuchte Kirchweih in San Andrés de Teixido. Außerdem gibt es noch die sog. „Rapa das Bestas“, bei der versucht wird halbwilde Pferde aus den Bergen zu bändigen, ihnen die Mähne abzuschneiden, sie zu brandmarken und dann zu verkaufen. Während dieser Veranstaltung finden auch große Viehmärkte statt und es werden Volkstänze aufgeführt.
Die Legende besagt, dass die sterblichen Überreste des Apostel Jakob über die Meeresroute „Mar de Arousa“ nach Galizien gelangten. Seine Anhänger brachten sie dann nach Iria Flavia und begruben sie dort unter einem Stein. Einige der traditionellen galizischen Festlichkeiten finden auf dieser legänderen Strecke statt. Dies ist z.B. mit der Wikingerkirmes in Catoira der Fall. Hierbei wird an jedem ersten Sonntag im August ein Angriffs- und Verteidigungskampf in der Festung von Torres del Oeste insziniert.
Meeresfrüchte sind selbstverständlich der Hauptbestandteil der galizischen Küche. Viele verschiedene Meeresfrüchtearten sind mit ihrem Herkunftsort verbunden, so z.B. die Austern mit Arcade, die Entenmuscheln („Percebes“) mit der „Costa da morte“ und die Venusmuscheln mit „Carril de Villagarcía“ in Arousa. Langusten, Seespinnen, Krabben, Herzmuscheln und Jakobsmuscheln komplettieren dieses reichhaltige Angebot. Auch der Fisch spielt eine große Rolle in der hiesigen Ernährung; so gibt es u.a. Steinbutt, Seezunge, Seehecht und Seeteufel. Das bekannteste Gericht der Region ist aber der „Pulpo a la gallega“, gekochter Tintenfisch, der mit Öl und Paprika zubereitet wird.
[Autonome Regionen] [1 2 3]