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Denkmäler in Sevilla


Das Hauptarchiv der Inder
Eingerichtet wurde es im Jahr 1572 während des goldenen Zeitalters Sevillas. Es trug den Namen Casa Lonja de Mercanderes. Der Hauptzweck war es, ein Platz fϋr legale Geschäfte zwischen Händlern, die von und nach Indien reisten, zu schaffen und die illegalen Geschäfte, die während dieser Zeit stattfanden zu unterbinden. Das Gebäude wurde 1598 in Gebrauch genommen (nach einer Inschrift auf der nördlichen Fassade, obwohl die Bauarabeiten in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts weitergingen). Heutzutage werden in dem Archiv alle Dokumente, die die neue Welt betreffen, von der Entdeckung bis zur Unabhängigkeit der Kolonien, gelagert. Einige bekannte Dokumente sind z. B. die Unterschriften der Hauptakteure der Kolonialisierung, das Tagebuch von Christopher Kolumbus und Pläne der ersten amerikanischen Städte. Wϋrde man alle Dokumente in einer Reihe hintereinander hinlegen, wϋrde dies eine Strecke von 9 Kilometern ergeben.

Die Kathedrale Sevilla
Nach der Wiedereroberung Sevilla, wurde die Moschee in eine Kathedrale umgewandelt, aber 1401 wurde entschieden einen neuen Tempel zu bauen, der nach seiner Fertigstellung so gross sein sollte, dass jeder der ihn sieht einfach sprachlos ist. Und das ist keine Übertreibung! Er ist der grösste gotische Tempel der Welt und der drittgrösste christliche Tempel (nach Saint Peter’s im Vatikan und Saint Paul’s in London). Die Kathedrale ist nicht vollkommen im gotischen Stil erbaut, dies kann man an der Spitze der Kirche erkennen, die nicht durch eine traditionelle Apsis geziert ist, sie ist ein perfektes Quadrat. Das Hauptschiff ist das Beeindruckenste der gesamten Kathedrale, mit dem Kirchenchor, der riesigen Orgel und der Hauptkapelle, die aus 4 Stockwerken besteht, wo man auch den Altar vorfinden kann. In der Real Kapelle sind die Gräber der königlichen Familie der damaligen Zeit und eine Statue des Stadtpatrons, Santa Maria de los Reyes.

Giralda Sevillas
Giralda ist ein Teil der Kathedrale und als es gebaut wurde, war es der höchste Turm der Welt (97,5 m). Heute ist es das bekannteste Gebäude Sevillas. Giralda hat viele verschiedene Teile, die einheitlich aussehen, was es zu einem ausgezeichneten Beispiel der Reichhaltigkeit und Mischung vieler Kulturen macht. In dem muslimischen Teil sind Steine verarbeitet, mit denen auch die alten römischen Monumente errichtet wurden, auf dessen Grundlage es erbaut ist. Aufgrund dessen gibt es römische Inschriften an einigen Teilen des Gebäudes. Im 16. Jahrhundert wurde der Glockenturm errichtet, der von Hernán Ruiz entworfen wurde und der später auch die Lilien entwarf, immer 4 an der Zahl, mit denen jede Ecke des Turms verziert wurde. Von grosser Bedeutung ist, dass es in Giralda keine Treppen gibt, sondern 35 gewinkelte Rampen, die dem Sultan Abu Yagub Yusuf erlaubten, den Turm während seiner Regentschaft mit einem Pferd zu erklimmen.

Plaza de España
Im Jahre 1914 von Aníbal Gonzalez entworfen, wurde der Platz im Jahr 1928 aufgrund der im Jahr 1929 stattfindenden iberoamerikanischen Ausstellung fertiggestellt. Der Platz ist halbkreisförmig, was symbolisiert, wie Spanien die Arme fϋr seine frϋheren Kolonien öffnet. Jedoch gibt es mehr Symbole, die hier gefunden werden können: die 4 Brϋcken ϋber den Kanal stehen fϋr die 4 alten Königreiche Spaniens und eine Reihe von Bänken und Ornamente repräsentieren die 48 spanischen Provinzen. Der Platz war ebenfalls der Schauplatz fϋr mehrere bekannte Filme, wie z. B. Lawrence von Arabien und Krieg der Sterne: Angriff der Klonritter.

Torre del Oro
Der Turm wurde im 13. Jahrhundert von dem Präsidenten Abú I-Ulá gebaut und diente als Schutz des Hafeneingangs. Im Mittelalter fand er Verwendung als Gefängnis. Heute ist es das Seemuseum. Mit der Zeit haben viele Leute und Institute versucht es abreissen zu lassen, jedoch protestierten die Anwohner jedes Mal aufs Neue und schafften es, dass der Turm bis heute in seiner vertikalen Position erhalten geblieben ist.

Plaza de Toros
Wie in jeder anderen spanischen Stadt gibt es auch in Sevilla eine Stierkampfarena. Plaza de Toros in Sevilla ist jedoch die älteste Spaniens und es ist der Ort, an dem die Stierkämpfe während der bekannten Feria de Abril stattfinden. Es ist die Haupttouristenattraktion der Stadt. Die Arbeiten begannen 1749 und Dauerten viele Jahre, hauptsächlich weil König Carlos III im Jahre 1786 den Stierkampf verbot. Nach seiner Regierungszeit wurden die Arbeiten fortgesetzt und schlussendlich im jahr 1881 war die Arena fertiggestellt. Fϋr eine längere Zeit blieb sie halbkreisförmig. Da die Arbeiten jedoch ziemlich lange dauerten, wurden im Jahr 1914 Wiederaufbaumassnahmen nötig, unter der Leitung des sevillischen Architekten Aníbal Gonzalez, der schon Plaza de España entworfen hatte.

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