PlasenciaPlasencia befindet sich im Norden Extremaduras und hat mehr als 42 000 Einwohner (bekannt unter dem Namen „Placetinos“). Unter den Bekanntesten sind: Doña Inés Suárez, die Geliebte von Pedro de Valdicia, Eroberer Chiles und Roberto Iniesta, dem Frontmann der Rockgruppe Extremoduro. Das Wetter ist fast das gleiche, wie im Rest Extremaduras, d. h. kalte Winter und heisse Sommer. Die Wirtschaft ist auf den Dienstleistungssektor, die Baubranche und Industrie typisch regionaler Produkte wie Rind aus Extremadura und Vera-Paprikas gestϋtzt. Geschichte Die Geschichte Plasencia’s vor der Wiedereroberung und Grϋndung im Jahre 1186 ist eher unbekannt. Keltische Überreste wurden gefunden und es ist bekannt, dass es ein römisches Militärlager hier gab. Die Geschichte der Stadt beginnt hauptsächlich, als Alfonso VIII die Stadt im Jahr 1186 ϋbernahm. Er ordnete den Bau der Schutzmauer an, doch die Fertigstellung liess länger auf sich warten als gedacht, da die Stadt von den Arabern im Jahr 1196 zurϋckerobert wurde. Sie herrschten fϋnf Jahre bis sie im Jahr 1201 vertrieben wurden. Die Stadt blieb unabhängig bis zum Jahr 1422, als König Juan II von Kastilien die Stadt Pedro de Zúñiga ϋberliess, der zum Grafen des Landes wurde, zum Entsetzen vieler Anwohner. Im Jahre 1488 wurde die Stadt dem katholischen König ϋberlassen, der sie als militärischen Aussenposten und Stϋtzpunkt fϋr u. a. die bekannte Schlacht von Tolosa und die Feldzϋge nach Flandern und Italien nutzte. Die Stadt blϋhte während dieser Zeit auf und viele befestigte Gebäude, Krankenhäuser und Klöster wurden errichtet. Der Bau der alten Kathedrale begann ebenfalls. Über das gesamte Mittelalter hinweg litt die Stadt unter diversen Kämpfen verschiedener einflussreicher Familien, die sich jedoch beruhigten, als der Bau der neuen Kathedrale im 16. Jahrhundert begann. Dennoch waren nicht alle Probleme beseitigt, weil die Bevölkerung sich drastisch ϋber die Jahre verringerte, aufgrund der Vertreibung der Araber und Juden fiel die Einwohnerzahl Ende des 18. Jahrhunderts unter die 5 000 Einwohnermarke. Andere Faktoren, die den Verfall der Stadt beeinflussten waren diverse Kriege, die zwischen Portugal und Kastilien stattfanden, sowie der Erbfolgekrieg und einige Essenskrisen und Epidemien, die viele Opfer während des 17. und 18. Jahrhunderts forderten. Zu Zeiten des Unabhängigkeitskriegs diente die Stadt als Hauptquartier der patriotischen Truppen und auch der französischen und anglo-portugisischen Truppen. Im 19. Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erlitt die Stadt weitere Krisen, aber ab den 1940igern erholte sie sich und der Dienstleistungssektor entwickelte sich und die Stadt wurde wieder zum Treffpunkt aller umliegenden Regionen. Heutzutage ist die Stadt eher ruhig, aber immernoch ein fester Bezugspunkt der Region. Was suchen Sie in Plasencia? |
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