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Mérida


Mérida ist die drittgrösste Stadt Extremaduras und befindet sich fast im Zentrum der Autonomen Region Extremaduras. Es leben mehr als 55 000 Einwohner in der Stadt, die als Emeritentes bezeichnet werden. Das Klima ist eine Mischung aus mediterranen bis kontinentalen Einflϋssen, was bedeutet, dass die Sommer sehr heiss, mit Temperaturen bis 40ºC und die Winter sehr kalt, mit Temperaturen unter dem Nullpunkt, sind. Der Dienstleistungssektor steht als Einnahmequelle mit dem Tourismus an erster Stelle. Viele Touristen kommen nach Mérida um die romanischen Überreste wie z. B. das romanische Theater, das sehr gut erhalten ist, zu besuchen.

Geschichte

Die Grϋndung der Stadt fand im Jahr 25 vor Christi statt. Der Name, den die Römer der Stadt gaben war „Emérita Augusta“, von dem der derzeitige Name Mérida abstammt. Die Stadt wurde errichtet, um einen Ort fϋr römische Soldaten, die aus dem Krieg ausschieden herzurichten. Viele Gebäude wie das Theater, das Amphiteater, der Zirkus, der Tempel, die Brϋcken und die Aquädukte wurden gebaut.
Mérida war ein wichtiges richterliches, wirtschaftliches, militärisches und kulturelles Zentrum, sowohl während der römischen Herrschaft wie auch nach dem Fall des Reiches. Bis zum heutigen Tag werden neue Ruinen und römische Überreste in der gesamten Stadt gefunden. Nach dem Fall der römischen Reiches litt die Stadt unter diversen Angriffen und wurde von den Westgoten, die die Stadt während des 6. und 7. Jahrhunderts in ihre Hauptstadt umwandelten, ϋbernommen. Bis zum Jahr 713 war die Stadt unter christlicher Herrschaft, wurde aber in dem Jahr von dem arabischen Herrscher Muza erobert. Die Araber herrschten bis zum Jahre 1230, als König Alfonso IX die Stadt unter seine Herrschaft brachte. Die Stadt erholte sich und konnte unter der Herrschaft des katholischen Königs wachsen. Die Franzosen verursachten jedoch einen weiteren Verfall, als sie im 19. Jahrhundert in die Stadt einfielen. Die Stadt litt unter einem kulturellen Zerfall während des französischen Regimes, kam aber wieder zu neuen Kräften, als die Franzosen die Stadt verliessen. Durch die Ankuft vieler Archäologen, die in die Stadt kamen in der Hoffnung weitere wertvolle Ruinen auszugraben, erholte sich die Stadt schnell. Dies mag einer der Grϋnde sein, warum die Stadt im Jahr 1993 von der UNESCO zum Weltkuluturerbe erklärt wurde. Aber man findet nicht nur alte Gebäude in Mérida, die Stadt verfϋgt auch ϋber unzählige Bauten des 20. Jahrhunderts, die einen Besuch wert sind, wie z. B. Ciudad Deportiva, Palacio de Congresos, die nationale Bibliothek und die lusitanische Brϋcke (von Santiago Calatrava). Zur Zeit befindet sich der riesige Komplex: Complejo Cultural y de Ocio Hernán Cortés im Bau, in dem Museen, Auditorien, ein Shoppingcenter, Kinos, Hotels und Parkplätze untergebracht werden. In Sachen Infrastruktur ist es wichtig zu erwähnen, dass Mérida im Jahr 2010 in das Netz des AVE (Hochgeschwindigkeitszug) aufgenommen wird, der Madrid und Lissabon miteinander verbindet. Mérida wird dann eine Zwischenstation, wofϋr ein neuer Bahnhof ausserhalb des Zentrums gebaut wird, der die Ankunft und Abfahrt des AVE erleichtern wird.

Durch diese neuen Projekte verbindet die Stadt Altes mit Neuem und entwickelt sich in den kommenden Jahren weiter.

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