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Granada


Die Hauptstadt der Provinz Granadas hat mehr als 237 000 Einwohner und liegt am Fusse des Berges Sierra Nevada, 700 m ϋber dem Meeresspiegel. Es herrscht ein kontinentales und mediterranes Klima, was bedeutet, dass die Winter kalt und die Sommer heiss sind, mit Temperaturen ϋber 35ºC. Unter bekannten Personen, die aus Granada stammen sind  u. a. Federico Garcia Lorca, Fray Luis de Granada und Rafael Guillén. Die Bewohner Granadas werden als „granadinos“ (Granader) bezeichnet.

Geschichte

Granada wird seit den Zeiten der Iberer bewohnt und wurde im Jahr 193 vor Christi von den Römern erobert. Wie in ganz Spanien zu dieser Zeit, kamen die Westgoten um die Römer zu besiegen, worauf diese dann von den Arabern im Jahr 713 das gleiche Schicksal ereielte. Unter den Arabern wurde die Stadt zu einem wichtigen städtischen Zentrum fϋr die Provinz Al-Andalus (der arabische Name fϋr Andalusien). Die gesamte Zeit der arabischen Herrschaft war durch Bϋrgerkriege der arabischen Herrschaft und des Königreichs von Córdoba und Granada gespickt. Im Jahr 1013 kam die Ziri Dynastie an die Macht, durch die das Königreich Granadas gegrϋndet wurde, jedoch ging der Kampf um Macht in Córdoba weiter. Eine wichtige Schlacht, die am 16. Juli 1212 stattfand, war die Schlacht Las Navas de Tolosa. Das Ergebnis dieser Schlacht war völlige Anarchie. Dies änderte sich im Jahre 1232, als die Stadt von Almahar el Rojo erobert wurde. Er war Grϋnder der Nazarí Dynasty, die die letzten 20 Sultane von Granada hervorgebracht hatte. Granada wurde eine sehr wohlhabende Stadt, eine der wohlhabensten Europas, mit 50 000 Einwohnern im 15. Jahrhundert. Almahar ordnete den Bau von Alhambra an, jedoch entstand Alhambra, so wie wir es heute kennen nicht vor dem 17. Jahrhundert. Heute ist es eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Die adligen Leute und Kϋnstler in jenen Tagen lebten alle im Albaizín Viertel. Mit der Wiedereroberung Spaniens kam Real Chancillería de Ciudad nach Granada um die Präsenz der kastilischen Krone, sϋdlich des Flusses Tajo, zu begrϋnden. Dies war der Beginn einer Ära christlicher Herrschaft, in der die Stadt zu einem Barocken und kontrareformistischen Bollwerk wurde. Nach und nach wurde die Stadt moderner, industrieller und städtischer. In Folge dessen wurde der eher unschöne, jedoch funktionelle Teil der Stadt gebaut, grosse betonierte Gebäude, in denen heute 70 % der Einwohner leben.

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