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Die große SprachrouteEine kulturelle Strecke erster Klasse ist der “Camino de la Lengua”. Es handelt sich dabei um eine Route, die von den Klöstern San Millán de la Cogolla in La Rioja ausgeht und über fünf weitere Ortschaften verläuft, die eine besondere Verbindung zu der Geschichte der kastilischen Sprache und deren Ursprung haben: Das Kloster Santo Domingo de Silos in Burgos und die Städte Valladolid, Salamanca, Ávila und Alcalá de Henares. Dies sind alles sehr geschichtsträchtige Orte und deshalb die idealen Plätze um vor Ort die Entwicklung der kastilischen Sprache und die damit verbundenen geschichtlichen Zusammenhänge nach zu verfolgen. ![]()
In Valladolid war über einen langen Zeitraum hinweg der spanische Hof angesiedelt, was sehr wichtig für die Entwicklung der spanischen Sprache war. In Salamanca wurde 1492 die erste Grammatik einer modernen europäischen Sprache verfasst. Antonio de Nebrija legte damals die ersten Regeln zum Gebrauch der spanischen Sprache in der „Gramática de la lengua castellana“ fest. Außerdem fungierte die Universität von Salamanca als Ausgangspunkt für sämtliche Universitäten Lateinamerikas während der Kolonialzeit, wodurch der Stadt in Bezug auf die spanische Sprache eine besondere Rolle zukam. Ávila ist ein weiteres Muss auf den Spuren der spanischen Sprache. Santa Teresa de Jesús und San Juan de la Cruz inizierten eine Strömung mythischer Literatur, die eine meisterhafte Sprachbeherrschung und große Ausdrucksstärke aufwies und zeigte, dass das Kastilische bereits eine gereifte Sprache war. Endstation ist schließlich Alcalá de Henares, wo Miguel de Cervantes, der bekannteste Schriftsteller der spanischen Sprache und Schöpfer des „Don Quijote“, geboren wurde und wo sich außerdem das Cervantes-Institut befindet, welches die Hauptinstitution in der Verbreitung und dem Erhalt des Kastilischen in der ganzen Welt ist. |

