FolkloreFERIA DE ABRIL de SEVILLA Ein oder zwei Wochen später findet die bekannte „Feria de Abril“ statt. Ursprünglich handelte es sich hierbei um einen Viehmarkt. Es hat sich aber im Laufe der Zeit eher in ein folkloristisches Freudenfest verwandelt. In den mit Blumen, Laternen und Girlanden geschmückten Straßen reihen sich zahlreiche Zelte und Stände aneinander. Diese Zelte gehören jeweils zu einer Familie, einer Freundesgruppe oder einer Vereinigung, weshalb der Zutritt meistens auf Mitglieder und Gäste beschränkt ist. Normalerweise gibt es innen eine Tanzfläche und eine Bar oder Sitzgelegenheiten. Das Fest, das sechs Tage dauert, beginnt Montag Nacht wenn die Sevillaner in ihren Zelten zusammenkommen um das typische „Pescaito Frito“ zu essen. Um 11 Uhr findet der Eröffnungsakt, der sog. „Alumbrado“, statt, wobei in den Straßen die auf Holzbögen angebrachten bunten Glühbirnen und Laternen angeschaltet werden. Vormittags wohnen die Sevillaner dann dem Reiterumzug „Paseo de Caballos“ bei. Hier zeigen die Reiter in ihren typischen Trachten ihr Können und die schöne buntgeschmückte Kutschen ziehen vorbei. Je nach Alter tragen fast alle Frauen Sevillas die traditionellen Flamencotrachten. Den Tag über singt, tanzt und isst man. Zum Trinken gibt es die Sherrygetränke „Fino de Jerez“ und „Fino de Manzanilla“. Um 5 Uhr nachmittags werden dann die Stierkämpfe veranstaltet. Danach geht es nach einer kurzen Pause weiter mit Tanz und Gesang. Morgens endet das Ganze mit dem Frühstück von „Chocolate con Churros“ (Gebäck, das in heiße Schokolade getaucht wird) und man geht nach Hause. Das ganze Spektakel endet sonntags um 11 Uhr nachts mit einem Feuerwerk und dem Ausschalten der Beleuchtung. Nach diesem Volksfest werden noch zahlreiche andere in den Dörfern der Provinz veranstaltet, die bis September dauern. Diese Veranstaltungen ähneln der in Sevilla sehr, nur dass sie nicht so groß und beeindruckend sind. [Brauchtum und Folklore] [1 2 3 4 5 6] |
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