Die damalige Hauptstadt der römischen Provinz Lusitania, Emérita Augusta, ist das heutige Mérida und man findet eine der besterhaltenen archäologischen Stätten der Welt in seiner Umgebung. Dazu gehören auch die römische Brücke und das „Acueducto de los Milagros“, über das man früher Wasser über eine Distanz von 25 km transportierte. In Mérida gibt es außerdem ein römisches Amphitheater, dessen Überreste 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurden. Der „Templo de Diana“, ebenfalls in Mérida, weist Reste religiöser römischer Architektur auf. Abgesehen von diesen Denkmälern unter freiem Himmel, gibt es in Mérida das Nationalmuseum für Römische Kunst, das man unbedingt besuchen sollte wenn man dort ist.
Neben Mérida gibt es noch weitere Ortschaften, die römische Überreste beherbergen, so z.B. die Brücken in Alcántara (Cáceres), Medellín (Badajoz) und Coria und desweiteren die Thermen in Alange (Badajoz) und die Bäder in Montemayor (Cáceres), die beide heute noch in Betrieb sind.
Der künstlerische Blüte während der Renaissance machte sich in der Extremadura besonders im 16. Jahrhundert bemerkbar; ein Beispiel dafür ist die Kathedrale „Catedral Nueva de Plasencia“ genauso wie die Kirche „San Benito de Alcántara“ und die Kirche „Santa Magdalena in Olivenza“. Trujillo ist die Geburtsstadt des Entdeckers Pizarro und ist mit Palästen im Renaissancestil des „Siglo de Oro“ gespickt.
In der Extremadura gibt es viele folkloristische Traditionen, die von Dorf zu Dorf verschieden sind und die in den jeweiligen Festen zu Tage kommen. Im Kunsthandwerk stechen die Metallarbeiten von Guadalupe, die Keramiken und die Stickerein hervor. Die „Encamisá“, auch „Carrera de San Antón“ genannt, ist ein Beispiel für ein Volksfest mit geschichtlichen Wurzeln. Dieses Fest wird in Navalvillar de Pela jedes Jahr am 16. Januar gefeiert. Die „Encamisá“ erinnert an den Sieg der Einwohner über die arabische Armee, als diese während der Eroberung der Halbinsel versuchten, in das Gebiet einzufallen.
Die Gastronomie der Extremadura verwendet als Grundlage Gemüse, Wurstwaren und verschiedenste Käsesorten. Die „Migas“ sind ein Gericht auf der Grundlage von Brotkrumen, wodurch die extremenische Küche bekannt wurde. Die Forellen aus den zahlreichen Flüssen in dem Gebiet und das Wild vervollständigen die dortige Küche, die sehr traditionell ist und deren Kochmethoden von Generation zu Generation weitergegeben wurden.
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